Neueste Entwicklung in der Behandlung von Rückenmarkslähmungen

Seit vielen Jahren träumen Wissenschaftler davon, die Rückenmarkslähmung durch elektrische Stimulation des Rückenmarks unterhalb der Verletzungsstelle umzukehren.

Dank fortschrittlicher Rückenmarksstimulatoren, die ursprünglich zur Schmerzlinderung entwickelt wurden, ist es in den letzten Jahren möglich geworden, das Rückenmark zu stimulieren. Infolgedessen war eine begrenzte Anzahl von Patienten mit Rückenmarkslähmung in der Lage, ohne Hilfe zu stehen, zu gehen und sogar Treppen zu steigen.

Es ist bekannt, dass sich die für das Gehen verantwortlichen Nervenzellen im unteren Rückenbereich des Rückenmarks befinden. Verschiedene Netzwerke dieser Zellen regulieren die komplexen und koordinierten Muskelbewegungen, die zum Gehen erforderlich sind. Nach einer Rückenmarksverletzung sind die Signale vom Gehirn zu dieser Region gestört, sodass Patienten nicht mehr gehen können, auch wenn die Nervenzellen in diesem Bereich intakt bleiben.

In den letzten Jahren hat man verstanden, dass diese „bewegungsapparat“ Nervenzellen entscheidend für die Erzielung funktioneller Bewegungen durch elektrische Stimulation sind, auch wenn der beschädigte Bereich des Rückenmarks nicht heilt.